Wir freuen uns, dass Sie sich für das folgende Seminar anmelden möchten:

Interaktiver Workshop für Ärzte: Diagnostik des Prostatakarzinoms - mpMRT und Fusionsbiopsie

21. November 2020, 9:00 bis 16:30 Uhr

Berlin

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

liebe Freunde der Radiologie und Urologie, 

 

durch die Corona-Pandemie ist 2020 für uns alle ein herausforderndes Jahr geworden - sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld. Mittlerweile ist die Durchführung ärztlicher Fortbildungsveranstaltungen in eingeschränktem Umfang und unter Beachtung der jeweiligen Hygieneauflagen wieder möglich.

 

Angeregt durch die gute Resonanz unseres interaktiven Workshops im vergangenen Dezember wollen wir unter dem Dach von "netzwerk wissen" endlich wieder eine eintägige Präsenzveranstaltung in Berlin anbieten.

 

Im kommenden November werden die Teilnehmer/-innen nach Überblicksvorträgen zum klinisch-urologischen Hintergrund des Prostata-Karzinoms und einer Einführung in die Grundlagen der Prostata-MRT an die strukturierte und standardisierte Befundung der Fallbeispiele herangeführt. Dies erfolgt mittels Schulungs-Laptops, an denen die Teilnehmer/-innen einzeln oder zu zweit unter Hilfestellung erfahrener Tutoren die jeweiligen Patientenbilder begutachten können. Erfahrene Kolleg/-innen können ihre schon erworbenen Kenntnisse weiter vertiefen; Anfänger erlernen den Umgang mit der radiologischen Befundungs-Software und üben wiederholt "Step-by-Step" die Befundung einer mpMRT-Untersuchung.

 

Die Durchführung der systematischen bzw. der Fusionsbiopsie der Prostata verliert bei den niedergelassenen Urologen heutzutage zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Kolleg/-innen übergeben den organisatorischen Aufwand und die komplette Verantwortung für die Durchführung der Prostatabiopsie an eine urologische Klinik, wo häufig die mpMRT-Untersuchung zusätzlich kostenneutral angeboten wird. Dieser Ansatz birgt für die niedergelassenen Kolleg/-innen die Gefahr, ihre Expertise für die Prostata-Ca-Diagnostik zu verlernen und damit eine weitere Kernkompetenz zu verlieren.

 

Bei den niedergelassenen Radiologen sieht es nicht anders aus -  die langersehnte GKV-Abrechnungsziffer für die Durchführung einer mpMRT liegt immer noch nicht vor. Der zusätzliche Aufwand, um sich die notwendige Expertise hierfür anzueignen, darf überdies nicht unterschätzt werden.

 

Patienten verlangen immer mehr eine rundum kompetente Behandlung ihrer Erkrankung, sei es diagnotisch oder therapeutisch. Zur Erreichung dieses Ziels ist die interdisziplinäre Kooperation von Radiologen und Urologen unerlässlich. Der informative Austausch der beiden Fachrichtungen und die Diskussion mit Experten werden bei unserer Fortbildungsveranstaltung eine zentrale Rolle spielen und hoffentlich zur Erleichterung der Zusammenarbeit beitragen - hiervon werden insbesondere die Patienten profitieren!

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

Mit den besten kollegialen Grüßen

 

 

Dr. med. Thomas Oliver Henkel

 

Dr. Peter Kalla